ANDREA MÜLLER
So nicht noch einmal

Es passieren schlimme Dinge auf dieser Welt. Furchtbar, wenn Menschen in einem Krieg sterben müssen. Schrecklich, bei einem Unfall ums Leben zu kommen. Schlimm, einen guten Freund zu verlieren. Nicht zum Aushalten, Zeuge eines Dramas zu werden und nichts dagegen ausrichten zu können.

So muss es Werner Fresdorf ergangen sein, als er den schleichenden Tod eines Vierbeiners mit seiner Kamera dokumentierte. Sein Nachbar hatte den Hund an eine kurze Kette gelegt und sich dann nicht mehr um das Tier gekümmert. Einzige Ausnahme: Dem Schäferhund wurde noch das Fressen hingestellt. Werner Fresdorf hatte über diese Zustände die Behörden informiert. Doch die Reaktionen lassen zu wünschen übrig. Nur ein Ortstermin fand statt und man gab sich zufrieden, obwohl der Hundehalter nicht angetroffen wurde. Ein zweiter Besuch wäre jedoch dringend notwendig gewesen.

Nun ist es zu spät. Das Tier lebt nicht mehr. Eine Bestrafung des Hundehalters wird offensichtlich nicht angestrebt. Gut, dass der Bürgermeister wenigstens nun angewiesen hat, solche Anzeigen sofort an die zuständige Behörde im Kreis weiterzuleiten. 