HEIKO HESSE
Weitsicht

Die Idee besticht. Die drei Grundschulen Hohenstückens gehen zusammen, und zwar so schnell wie möglich. Weil für dann rund 500 Schüler nur im Schulhaus am Marktplatz genügend Raum ist, nistet sich die dann neue Schule erst einmal dort ein. Und nun hat die künftige Schulkonferenz genügend Zeit, den endgültigen Standort zu wählen. Dass die Marktplatz-Schule nicht in Frage kommt, ist seit Jahren klar. Doppelschulen, und dazu gehört dieses Gebäude, will die Stadt nicht sanieren. Der Vorschlag, den die Verwaltung jetzt den Stadtverordneten unterbreiten will, wäre allerdings nicht ohne die Weitsicht der drei Schulkonferenzen zustande gekommen. Sie haben sich für die Fusion und einen schnellstmöglichen Vollzug ausgesprochen. Gehen die Abgeordneten mit, haben die Schüler und Lehrer gewonnen - nämlich die nötige Ruhe, Zuversicht und Planungssicherheit, um Unterricht vernünftig gestalten zu können. Ob in wenigen Jahren die Grimm- oder die Vierjahreszeiten-Schule endgültiges Domizil wird, hängt auch von der Entwicklung der jeweiligen Gebäude-Mitnutzer ab. Die Realschule, die sich mit den Grimm-Schülern das Haus teilt, sieht zumindest ab dem Jahr 2004 einer gefährdeten Existenz entgegen.