JOACHIM WILISCH
Zuschlag für den Besseren

Die Anhörung zur Zukunft des Paracelsus-Krankenhauses ist vorbei. Die Kreistagsabgeordneten im Kreis- und Krankenhausausschuss haben viele Argumente gehört und müssen sich nun entscheiden. Landrat Burkhard Schröder hat bereits angedeutet, dass er diese Entscheidungen den Mitgliedern des Kreistages überlassen will. So darf man auf die Vorlage aus der Kreisverwaltung gespannt sein. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder das Paracelsus-Krankenhaus bildet einen regionalen Klinikverbund mit der Nauener Havellandklinik unter dem Dach einer kreiseigenen GmbH oder das Rathenower Krankenhaus wird an einen Freien Träger abgegeben. Will der Kreistag auch in Rathenow seinen Einfluss auf die Krankenhausentwicklung behalten, wird er sich kaum für einen Freien Träger entscheiden können. Doch das allein darf nicht Grundlage für diesen wichtigen Beschluss sein. Das Krankenhaus soll der bekommen, der die wohnortnahe Versorgung von Patienten in Rathenow sicherstellen kann und darüberhinaus die betriebswirtschaftliche und medizinische Qualität des Paracelsus-Krankenhauses nicht nur erhält sondern stabilisiert. Wenn ein Freier Träger das besser kann als eine Kreis-GmbH, dann soll er das Krankenhaus haben.