HERBERT JESKE
Zum Angewöhnen

Die Diskussion, wie teuer die neue Wittstocker Stadthalle für Vereine und Veranstalter wird, hat einige Zeit in Anspruch genommen. Bei der jüngsten Sitzung haben die Stadtverordneten entschieden. Vor allem kommerzielle Veranstalter werden ab 2002 gut zur Kasse gebeten. Die Einnahmen sind dennoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Betriebskosten für den schmucken Veranstaltungsort sind hoch.

Jetzt wird es darum gehen, die Halle so oft wie möglich zu füllen. Je mehr Veranstaltungen stattfinden, desto weniger wird der Stadthaushalt belastet. Die Halle muss ausgelastet sein. Und in der Region gibt es Konkurrenz. Auch die Nachbarstädte bieten Veranstaltern genügend Platz. Wittstock dagegen muss sich erst einen Namen machen. Das Oktoberfest hat gezeigt, dass es eine Anlaufzeit braucht. Die Gäste aus nah und fern müssen sich erst daran gewöhnen, nach Wittstock und Richtung Gymnasium zu pilgern. Fest steht, dass die Dosse-Stadt als Mittelzentrum ohne einen ansehnlichen Veranstaltungsort mit ausreichend Platz fürs Publikum nicht auskommt. Ohne die Halle würde Wittstock bald ins Hintertreffen geraten.
