MARION VON IMHOFF
Zeit für Frieden

Mit großer Mehrheit haben sich die Damsdorfer am Sonntag für den Wechsel und für Lehnin entschieden. Als Erfolg können sich die Damsdorfer Kommunalpolitiker vor allem eins anrechnen: Dass es ihnen gelungen ist, fast 700 Menschen zum Urnengang zu mobilisieren. Die Damsdorfer haben gezeigt, dass die Bevölkerung das Recht auf einen Bürgerentscheid sehr wohl zu schätzen weiß.

Aus dem Ergebnis lassen sich drei Dinge ablesen: Die Damsdorfer haben von Emster-Havel, vom dortigen Amtsausschuss und peinlichen Gezänk, die Nase voll. Nach dem Motto, schlechter kann es woanders kaum werden. Punkt zwei: Die Lehniner Gemeinden machen nach außen hin - trotz aller Meinungsverschiedenheiten - einen relativ geschlossenen Eindruck. Die Politik im dortigen Amtsausschuss läuft eben nicht nach dem Emster-Muster: Dorf gegen Dorf, Bündnis gegen Bündnis. Aus dem Ergebnis lässt sich drittens ableiten, dass sich die Damsdorfer längst vom Emster-Amt verabschiedet haben. Sie wollen das vollzogen wissen, was sie täglich leben, die Nähe zu Lehnin. Davon konnte sie auch die Bürgerinitiative Pro Emster nicht abbringen. Jetzt ist Zeit, in die Reform- Debatte endlich zivilisierten Frieden einkehren zu lassen.