BARBARA BREUER
Diener vieler Herren

Wer es allen Recht machen möchte, hat es schwer. Wer es allen Recht machen muss noch mehr. Die Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald (RVS) befördert täglich Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen: Da sind Berufstätige, die pünktlich zur Arbeit erscheinen müssen. Sie sind oft auf einen guten Bahnanschluss angewiesen. Dann wären da noch die Schüler. Sie brauchen die RVS. Denn Minderjährige haben keine Wahl zwischen Pkw und Bus. Den dritten Schwerpunkt bilden Rentner, die häufig ihre Einkäufe oder Arztbesuche per Bus erledigen.

Den Interessen aller drei Fahrgastgruppen gerecht zu werden, scheint unmöglich. Denn die RVS muss wirtschaftlich arbeiten. Busse können nur eingesetzt werden, wenn sie ausgelastet sind. Deshalb ist es lobenswert, dass die RVS sich bemüht, so schnell wie möglich auf Kundenbeschwerden zu reagieren. Die Berufstätigen forderten bessere Bahnanschlüsse: Die RVS stellte deswegen einen Busfahrplan um. Daraufhin schimpften Eltern, weil ihre Kinder dadurch zu lange vor Schulbeginn warten müssen. Nun wird ab Montag ein Sonderbus die Schüler befördern. Mal sehen, wer sich am Dienstag beschwert. R 16