GERTRAUD BEHRENDT
Unübersichtlich

Wer vom Wursthof zum Markt will, muss gut aufpassen. Parkende Autos bis an die Einmündungen behindern die Sicht. Oft ist erst auf der Straßenmitte zu sehen, ob abgebogen werden kann. Fußgänger und Radfahrer wuseln dazwischen und sollen keinen Schaden nehmen.
Da ist es gut, dass nicht alle Wünsche erfüllt werden. Der nach Öffnung des Wursthofes in beide Richtungen zum Beispiel. Sicher ist es ein seltsames Argument, dass die Bordsteine für den Verkehr in beide Richtungen zwölf Zentimeter hoch sein sollen, wo es doch in vielen Straßen gar keine gibt. Aber in der Mönchen- und in der Zinnaer Straße tritt der Fußgänger eben nicht gleich auf die Fahrbahn. Erst mal muss er an parkenden Autos vorbei. Und die Mittelstraße ist nicht so einfach mit den anderen Straßen zu vergleichen. Hier ist kaum Durchgangsverkehr. Das dürfte ein großer Unterschied sein zu den anderen Verkehrsadern der Stadt.
Der Vorschlag zu prüfen, ob eine Richtungsänderung in den vorhandenden Einbahnstraßen zu kürzeren Wegen führt, ist brauchbar. Doch dann müssten diejenigen, die aus der Lessingstraße ins Zentrum wollen, Umwege fahren. Alle werden nie zufrieden sein.