DETLEF CZENINGA
Umgedacht

Wie schnell sich Meinungen ändern können! Den Brief an die gemeinsame Landesplanung, in dem gegen den geplanten Luft-Boden-Schießplatz in der Kyritz-Ruppiner Heide protestiert wird, hatte Stadtverordnetenvorsitzender Thomas Settgast bereits auf der Sitzung am 14. November vorgelegt. Der Beschluss, ihn abzuschicken, wurde auf Dezember vertagt. Besonders Mario Neubauer von der CDU-Fraktion hatte sich dafür ausgesprochen. Mehr noch, er war überhaupt dagegen, dass die Stadtverordneten eine gemeinsame Position beziehen. Besser wäre es doch, wenn solch ein Papier fraktionsweise verabschiedet würde, so Neubauer am 14. November.

Doch, Überraschung: Am Mittwochabend kündigte die CDU-Fraktion an, während der Sitzung eine Erklärung abgeben zu wollen und dies mit in die Tagesordnung aufzunehmen. Aus der Erklärung wurde dann ein Geschäftsordnungsantrag. Auf einmal sollte doch die gesamte Stadtverordnetenversammlung Stellung beziehen, doch nicht gegen, sondern für den Bombenabwurfplatz. Geklappt hat das nicht. Wohl auch, weil die Argumente nicht überzeugten. Dass solch ein Schießplatz mehr Vor- als Nachteile bringt, lässt sich eben schlecht glauben.