HERMANN M. SCHRÖDER
Ehrgeizig

Die nächste Förderwelle rollt auf Brandenburg zu. Mehr als 20 Millionen Mark sollen in den kommenden Jahren im Rahmen des Zis-Programmes in die Sanierung und Belebung der Innenstadt fließen. Die 13 Projektbündel mit ihren insgesamt 140 Einzelvorhaben sind ein heller Hoffnungsschimmer für das von Wegzug und wirtschaftlicher Depression gebeutelte "Aschenputtel der Mark". Werden sie verwirklicht und gelingt es der nächsten Stadtregierung, das Debakel um die gescheiterte Ansiedlung am Neustadt-Markt zu überwinden, hat Brandenburg gute Aussichten, wieder auf die Beine zu kommen und vor allem ein besseres Image zu gewinnen. Das innerhalb von Zis geplante City-Management ist ein wesentlicher Motor dabei. Dass es Menschen gibt in dieser Stadt, die etwas bewirken können, hat die Umsetzung des jetzt ausgelaufenen Urban-Programmes gezeigt. Innerhalb der vergangenen sechs Jahre hat die Bahnhofsvorstadt ihr Gesicht fast völlig verändert. Aus dem früheren Nachtjackenviertel ist ein familienfreundlicher Kiez geworden. Mit den Erfahrungen aus Urban im Gepäck haben die Zis-Macher gute Startbedingungen. Nun kommt es darauf an, aus dem vielen Steuergeld auch wirklich etwas zu machen. 