MARION VON IMHOFF
Morgenluft

Die jüngste Entwicklung in Groß Kreutz und Götz bedeutet Morgenluft für die Kommunalpolitiker, die das Amt Emster-Havel erhalten wollen. Sah es noch vor wenigen Wochen düster um die Zukunft der Verwaltungseinheit aus, dürfte die Schwächung des Amtes Groß Kreutz durch die Austrittswünsche zweier Gemeinden Emster-Havel stärken. Anfangs hatte Bürgermeister Detlef Lemke noch gehofft, nun bessere Verhandlungskarten für den Götzer Beitritt zur Groß-Kreutzer Großgemeinde zu haben. Inzwischen machen die dortigen Orte aus ihrer Ablehnung keinen Hehl. Schuld daran ist die rigorose Absage des Landes, Götz wesentliche Mittel zur Entschuldung zu geben. Angesichts der eigenen Haushaltsnot der Landesregierung dürfte es bei dieser Absage bleiben. "Nur ein Wunder", sagt der Groß-Kreutzer Amtsdirektor Meske, könnte Götz den Weg in seinen Verbund noch ebnen. Dreht sich Götz um und blickt nach Emster-Havel, sieht es am Horizont unter anderem die schon wartenden Gemeinden Schenkenberg und Jeserig. Die hoffen, Götz nun leichter im Amt zu halten. Für die austrittswilligen Amtsgemeinden Damsdorf und Gollwitz freilich dürfte die Groß-Kreutzer Problemlage keine Folgen haben.