CHRISTIAN KRANZ
Offene Fragen

Die Kränzliner, Mankerer, Wustrauer, Walchower und Protzener fühlen sich ungerecht behandelt. Sie sind schon seit Jahren an Klärwerke angeschlossen. Die Klärwerke beziehungsweise die Druckleitungen wurden bereits von der Gemeinde und damit von den Steuern der Bürger bezahlt. Warum also sollen sie jetzt noch einmal Klärbeiträge bezahlen, nur weil sie von einem Klärwerk an ein anderes umgeleitet werden?

Die übrigen Fehrbelliner Verbandgemeinden fühlen sich ebenso im Recht: Warum sollen sie höhere Abwassergebühren in Kauf nehmen, bloß weil einige Mitglieder der Solidargemeinschaft keinen Klärbeitrag zahlen möchten?

In sich schlüssig sind beide Argumentationen. Die einen hatten eben Glück, dass ihr Bürgermeister cleverer oder schneller war als andere. Die anderen wiederum haben sich zuerst zur Solidargemeinschaft Zweckverband zusammengeschlossen und die Regeln bestimmt, denen sich nun auch die zu fügen haben, die später dazugekommen sind. Wie der Streit ausgeht, entscheidet am Ende wohl ein Gericht. Komisch ist nur: Wenn der Ärger über Klärbeiträge so gewaltig ist, warum fand am Mittwoch nicht ein einziger Kränzliner den Weg zur Verbandsversammlung?