THOMAS WACHS
Anders als gedacht

So träge wie allgemein oft angenommen, scheint die Jugend im Fläming nun doch nicht zu sein. Denn wenn sich jetzt unterstützt von Schülern auch in Wiesenburg ein Förderverein für die Grund- und Gesamtschule gründet, zeigt dies, welchen Stellenwert einer guten schulischen Ausbildung inzwischen eingeräumt wird. Wie anderswo bereits seit längerem erfolgreich praktiziert, wird die Schule so stärker in den Mittelpunkt der Gesellschaft gerückt. Sie ist kein abgeschottetetes Gebilde mehr, sondern Teil der Kommunen. An die Stelle von "die da oben müssten mal . . . " ist Eigeninitiative getreten. Selbst etwas anpacken und nicht auf Allmosen warten, scheint nun die Devise zu sein. Das ist gut so. Bleibt zu hoffen, dass sich nicht nur dem Wiesenburger Förderverein möglichst viele Menschen aus diversen Gruppen der Gesellschaft anschließen. Beispielsweise könnten Handwerker und Betriebe der Region so frühzeitig Kontakte zu künftigen Lehrlingen knüpfen oder im Gespräch mit Lehrern ihre Anforderungen an die oft krititisierte Ausbildung in den Schulen verdeutlichen. Dass für eigentlich normale Dinge im Schulalltag dennoch immer auch Spendengeld nötig bleibt, ist ein Wermutstropfen.