ALEXANDER BECKMANN
Nicht vergessen!

Alle Jahre wieder Stress vor dem Fest. Am Sonnabend hetzten nicht wenige noch von Geschäft zu Geschäft, um die letzten Einkäufe zu erledigen. Manchem schien erst jetzt eingefallen zu sein, dass man am heutigen Heiligen Abend seinen Lieben etwas schenken könnte.

Doch nicht nur wegen solcher Vergesslichkeit werden auch heute Abend wieder viele Menschen ohne eine Liebesgabe auskommen müssen. Häufig werden sie über all dem Feiertagstrubel wirklich vergessen, die Alten und Einsamen, die Flüchtlinge und Asylsuchenden, die Heimatlosen, Hungernden, Kranken.

Die Erinnerung an diese Verlierer unserer Zeit sollte niemandem sein Weihnachtsfest vermiesen. Ganz im Gegenteil: Vielleicht machen ein paar Gedanken an diejenigen, die es heute nicht so gut haben, einem das eigene Glück ja noch deutlicher bewusst.

Vielleicht halten solche Gedanken auch wach, damit man nicht verpasst zu helfen, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Wer will daran zweifeln: Weihnachten sollte mehr sein als fettes Essen und Geschenke.

In diesem Sinne wünscht die MAZ allen Lesern ein ebenso fröhliches wie besinnliches Fest.