
Ungefährlicher Verkauf

Fast möchte man Andreas Wansing, den Geschäftsführer der Wobra, händeringend bitten, von seinem Plan Abstand zu nehmen, aus dem Bestand der Wobra hinaus Wohnungen zu verkaufen. Denn noch heute sind die schmerzlichen Folgen jederzeit in der Stadt präsent, den die unüberlegten Wobra-Verkäufe an die Aubis auslösten. Dass die Aubis letztlich den Berliner Senat stürzte, in Brandenburg aber kein Politiker auch nur eine Spur Verantwortung übernehmen musste - obwohl Geld verschleudert und Mieter verramscht wurden - ist nur noch eine stadtgeschichtliche Fußnote. Zum Beweis: Die damalige Aufsichtsratschefin Margit Spielmann wird am Samstag - obwohl sie bis heute nicht für ihre Wobra-Arbeit entlastet wurde und Schliesing noch im Vorjahr mit der Möglichkeit einer Klage gegen sie drohte - von der SPD wieder als Brandenburger Bundestagsabgeordnete nominiert. Deshalb muss sich Wansing auch nicht vor Folgen des Verkaufs fürchten: Zum einen ist es möglich, dass der Verkauf vernünftig vorbereitet und mit den Mietern abgesprochen ist. Zum anderen musste außer Mietern und Mitarbeitern bei der Wobra noch niemand für die Fehler des Managements und des Aufsichtsrates ernsthaft büßen.