CARSTEN BÖTTCHER
Scheibchenweise

Es ist eine erfreuliche Serie: Am Donnerstag vergangener Woche nahmen die Klimafolgenforscher auf dem Telegrafenberg einen Supercomputer in Betrieb, gestern startete eine Hightech-Anlage in den Roten Kasernen, heute wird am Griebnitzsee das Hasso-Plattner-Institut eröffnet... So betrachtet, reiht sich das gestern gestartete Projekt der PanMedium-Stiftung in der Nedlitzer Straße nahtlos in die expandierende Potsdamer Hochtechnologie-Landschaft ein. Und das auf hoffnungsvolle Weise.

Nur zu gut ist das Debakel um ein ähnlich hochgestecktes Wirtschafts-Computerprojekt in Erinnerung: Das FX-Center, das kaum aus den Negativ-Schlagzeilen heraus ist. Im Vergleich zum Hightech-Kollegen in der Medienstadt ist das PanMedium-Unternehmen aber von An- fang an bescheidener ausgelegt. Nicht nur bei der Förderung (19,5 statt 93 Millionen Mark bei einer Gesamtinvestition von 29 statt 104 Millionen), auch im Konzept geht PanMedium andere Wege. Der Computer startet in verhältnismäßig kleinem Umfang, wächst aber bei Kundennachfrage mit. Das klingt nicht nur technisch sinnvoll, das gibt der Wirtschaft auch finanziell halbwegs die Garantie, kein neues Dienstleister-Fiasko wie bei FX zu erleben. R 17