BERT WITTKE
Abwägen

Richtig, als Nicht-Teschendorfer erlebt man die Sorgen und Nöte um den Lkw-Verkehr im Griebener Weg nicht jeden Tag hautnah und live mit. Aber gerade deshalb ist es einem Auswärtigen wohl ganz gut möglich, sich ein objektives Bild von der Situation vor Ort zu machen.

Häufigen Lkw-Verkehr vor der Haustür finde ich auch nicht gerade toll. Und wenn sich die Brummis nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h halten, sind Lärm und Ärger vorprogrammiert. Ordentliche Straßen und Tempokontrollen zu fordern, ist deshalb völlig legitim. Und die Gemeinde hat bereits signalisiert, die Anlieger dabei unterstützen zu wollen.

Nun zu den Argumenten der Gegenseite. Ein Zweischichtsystem ohne wirtschaftliche Notwendigkeit auf eine Schicht reduzieren zu müssen, bringt gegenüber der Konkurrenz zwangsläufig Nachteile mit sich, die bis zur Unrentabilität, Aufgabe des Firmenstandortes und den Verlust von Arbeitsplätzen führen.

Bleibt unterm Strich die Frage aller Fragen: Sozialer Frieden für rund 200 Arbeitnehmer und deren Angehörige oder private Ruhe für etwa zehn Anlieger? Ehrlich, ich ziehe Arbeit vor. Und wie würden Sie entscheiden? 