FRANK BÜRSTENBINDER
Da fehlt noch was

Als 1999 die im Rahmen der Dorferneuerung neu gestaltete Radeweger Ablage inklusive Seebrücke mit viel Pomp eingeweiht wurde, war klar: Da fehlt noch was. Wer die Infrastruktur für den Wassertourismus vorantreiben will, darf nicht nur bis zum nächsten Steg denken. Sanitäre Anlagen gehören heute zum Standard großer Liegeplätze. Doch mit der Nachrüstung tut sich Radewege schwer. Was einst beschlossen wurde, zählt nicht mehr. Zu teuer, zu hässlich sei die Anlage, sagen die Meinungsführer im Gemeinderat. Beschlüsse zu überdenken ist legitim, doch nur von Alternativen zu reden, ohne brauchbare Vorschläge auf den Tisch zu legen, ist zu billig. Ein multifunktionales Objekt mit Umkleide- und Treffmöglichkeiten als angeblich bessere Variante ist bisher nicht mehr als eine fiktive Idee geblieben. Und ob diese billiger wird, steht auf einem anderen Blatt. Außerdem hat Radewege mit dem nicht weit entfernten Haus des Beetzseetreffs e.V. ein Gebäude, das vielen Freizeitbedürfnissen gerecht werden kann. Kommt der Sanitärtrakt nicht spätestens zur nächsten Saison, droht Radewege, den Wettbewerb um Freizeitkapitäne auf dem Beetzsee mit anderen Anbietern zu verlieren. Dabei hätte das Dorf jede Einnahme nötig.