BERT WITTKE
Unangenehm aber fair

Im Löwenberger Land steht eine Änderung der Kita-Öffnungszeiten bevor. Die Verwaltung reagiert damit auf eine Analyse, die sich vor allem mit der Anzahl betreuter Kinder zu den verschiedenen Tageszeiten beschäftigt.

Wer hinter den neuen Betreuungszeiten Sparabsichten vermutet, liegt richtig. Bekanntlich sitzt der Landesregierung beim Thema Kinderbetreuung der Rotstift nach wie vor viel zu locker. Mit den Folgen müssen sich die Verwaltungen vor Ort herumplagen. Unpopuläre Entscheidungen, die bis zur Schließung führen, sind die Folge. Davon wissen auch die Löwenberger ein trauriges Lied zu singen.

Die eingangs erwähnte Analyse ist der Versuch, auf weniger Geld für Kinderbetreuung möglichst objektiv zu reagieren. Nunmehr soll eine Kita öffnen, wenn zwischen zehn und 15 Prozent (schon diese Spanne ist ein Zugeständnis) der insgesamt betreuten Mädchen und Jungen in der Einrichtung sind. Die Einrichtung schließt, werden die Zahlen unterschritten. Aus demokratischer Sicht (die Mehrheit entscheidet) und auch unter wirtschaftlichem Aspekt (woher nehmen und nicht stehlen?) eine faire Entscheidung, die zudem bei veränderten Kinderzahlen jederzeit korrigierbar ist.