BENNO SCHIRRMEISTER
Strausberg siegt

Die Schönfließer Straße in Glienicke war bereits vor zweieinhalb Jahren fertig. Zumindest die Fassade: Das Strausberger Straßenbauamt hatte im Zuge des Planfeststellungsverfahrens die Entwürfe offen gelegt. Angeblich, damit Bürger Anregungen formulieren konnten.

Tatsächlich haben sich Anlieger in die Materie eingearbeitet und auf konkrete Probleme hingewiesen. So auf die unterschiedlichen Grundstücksfluchten. Das Tiefbauamt der Gemeinde hat die Einwände für richtig befunden und den Strausbergern empfohlen, den Besitzern einen Teil ihres Landes abzukaufen.

 Die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Doch der Putz bröckelt bereits erheblich: Deutlich wird, dass Strausberg alle Hinweise in den Wind geschlagen hat. Drum wird die Straße - zum Nachteil von Verkehrssicherheit, Baupreis und Ortsbild - kurviger als nötig. Ob klare Worte des Bürgermeisters daran etwas ändern können?

Wahrscheinlich ist auch Joachim Bienert zu lange dem Strausberger Blendwerk aufgesessen. Kleiner Trost: Er ist, siehe Schildow, nicht der Einzige. Die Lehre daraus? Frechheit siegt. Zumindest, bis personelle Konsequenzen gezogen werden. Minister Meyer, übernehmen Sie. 