DIRK KLAUKE
Durchhalten

Manchmal sind die Zehdenicker zähe Brocken. Jetzt wollen sich die Stadtverordneten sogar mit der Denkmalpflege anlegen. Nicht alles einfach so hinnehmen, was Behördenmitarbeiter vorgeben, lautet ihre Devise. Und das ist gut so.

Denn die Ansicht der Denkmalpfleger ist kaum nachzuvollziehen. Überall wird darauf gedrängt, historische Orte in ihrem Urzustand zu belassen oder wieder so herzustellen. Da kommt ein innerstädtischer Straßenbau oft gerade Recht, kann man doch dabei auch löchrige Asphaltpisten oder buckliges Pflaster durch ordentlich verlegte passende Pflastersteine ersetzen. Warum soll nun aber direkt an der Zehdenicker Kirche, wo das Kopfsteinpflaster derzeit zugegebenermaßen sehr hügelig ist und laute Rollgeräusche verursacht, ein Asphaltbelag drauf? Dass sich die Zehdenicker dagegen wehren, ist mehr als verständlich. Allerdings müssen sie sich bewusst sein, dass so ein "Kampf" nur durchzustehen ist, wenn sich alle einig sind. Es darf nicht passieren, dass einer oder mehrere Abgeordnete im Nachhinein "umfallen".

Der Kampf kann sehr lange dauern und das Bauvorhaben verzögern. Das muss in Kauf genommen werden. 